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Der monatliche Zyklus der Frau ist ein komplexer Vorgang, der einerseits über die Fruchtbarkeit entscheidet, andererseits für Gesundheit und Wohlbefinden der Frau von entscheidender Bedeutung ist.
Der Zyklus wird durch einen spezialisierten Teil des Zwischenhirns, dem Hypothalamus gesteuert, der nach der Pubertät damit beginnt, pulsatil GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) freizusetzen beginnt. GnRH stimuliert die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die daraufhin die Hormone FSH (Follikel stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) bildet. Unter der Einwirkung von FSH reift im Eierstock der Frau eine Eizelle heran. Diese Eizelle befindet sich in einem Eibläschen (Follikel), aus dem sie in Zyklusmitte durch dIe Ausschüttung des LH freigesetzt und in den Eileiter abgegeben wird. Diesen Vorgang bezeichnet man als Eisprung (Ovulation). Manche Frauen spüren den Eisprung als "Mittelschmerz".
Der reifende Follikel bildet Östrogene, die für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sorgen. Nach dem Eisprung ist die Eizelle nur für wenige Stunden befruchtungsfähig. Die Befruchtung (Fertilisierung) der Eizelle findet im Eileiter statt. Ein Spermium dringt durch die Eihülle ein, die väterlichen Chromosomen werden in der Eizelle freigesetzt, die Zellteilung beginnt. Die Wanderung des Embryos durch den Eileiter in die Gebärmutter dauert 4-5 Tage, währenddessen entwickelt sich der Embryo weiter und erreicht als sogenannte Blastocyste die Gebärmutter, wo er sich schließlich einnistet (Implantation). Durch Abgabe von Signalstoffen an den mütterlichen Organismus bleibt die Funktion des nach dem Eisprung im Eierstock entstandenen Gelbkörpers erhalten. Der Gelbkörper bildet das Gelbkörperhormon ( Progesteron), das die Schwangerschaft aufrecht erhält. Tritt keine Schwangerschaft ein, stellt der Gelbkörper nach 14 Tagen seine Hormonproduktion ein, und es kommt zur Menstruationsblutung.



Kontakt

Univ.Klinik für Gynäkologische
Endokrinologie und
Reproduktionsmedizin
Department Frauenheilkunde

Frau Prof. Bettina Toth
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